Schülerzeitung "Ohne": Der heimliche erste Preis

Die Schülerzeitung "Ohne" vom Charlottenburger Erich-Hoepner-Gymnasium funktioniert in allen Bereichen professionell. Es gibt feste und freie Mitarbeiter, Grafiker und sogar eine Anzeigenabteilung, die für Einnahmen aus den Annoncen umliegender Geschäften sorgt. Auch eine Umschlagseite im Farbdruck hat die Monatszeitschrift mit einer beachtlichen Auflage von 300 Stück. Im meist satirischen Stil machen die Autoren auf Probleme im Schulalltag aufmerksam, dabei hat jede Ausgabe ein zentrales Thema.

Große Wirkung hatte beispielsweise die Ausgabe zum Thema Dreck, in der alle Schandflecke der Schule offengelegt wurden. Die Folge war eine große Reinigungs- und Renovierungsaktion in allen Klassenräumen. "Wir haben auch auf eine defekte Brandschutztür hingewiesen und einen Experten dazu befragt", sagt der Chefredakteur Fabian Stroetges. Allerdings sei das Problem bis heute nicht geklärt.

Die Reporter von "Ohne" werden nicht locker lassen. In der Schule mit 800 Schülern hat sich jetzt noch eine zweite Zeitung gegründet. Wie im realen Mediengeschäft müssen sich die Macher der Konkurrenz stellen.

flo