Tarifkonflikt

Flughäfen: Weniger Passagiere

Die beiden Berliner Flughäfen haben im Januar deutlich weniger Passagiere abgefertigt als im ersten Monat des Jahres 2008. Die Fluggastzahlen gingen nach Angaben der Flughafengesellschaft um 5,9 Prozent auf 1,33 Millionen zurück.

Damit hat sich Berlin etwas besser behauptet als die übrigen deutschen Flughäfen, die ein Minus von 8,5 Prozent verzeichneten. In Berlin entwickelten sich die Zahlen uneinheitlich: Schönefeld meldet ein Plus von 5,5 Prozent, Tegel zählte 8,5 Prozent weniger Passagiere.

Vor dem Hintergrund sinkender Passagierzahlen hält die Flughafengesellschaft die Forderung der Gewerkschaft Ver.di nach acht Prozent mehr Lohn für überzogen. "Das passt nicht in die Zeit", sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel.

Ver.di-Verhandlungsführer Holger Rößler kündigte gestern für einen Tag in dieser Woche "mehrstündige Warnstreiks" an. "Die Streiks werden beide Flughäfen betreffen", hieß es. Für welchen Tag die Gewerkschaft die Mitarbeiter zum Streik aufruft, werde am Vorabend rechtzeitig bekannt gegeben. Als wahrscheinlichster Streiktag galt gestern der Donnerstag.

Ver.di erklärte, man bedauere, dass die starre Haltung der Arbeitgeberseite zur Eskalation des Konflikts führe. Die Flughafengesellschaft sagte, mit einem Einkommensplus von 2,6 Prozent und einer Einmalzahlung von 1250 Euro habe man ein Angebot mit einem Gesamtvolumen von 4,2 Prozent vorgelegt. "Das ist mehr als fair", sagte der Sprecher.

( jof )