Senat

187 Mal Bußgeld gegen Schwänzer in Neukölln

Die CDU hat ein konsequentes Vorgehen gegen Schulschwänzer gefordert. Alle Bezirke sollten Dauerschwänzer wieder von der Polizei abholen lassen, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sascha Steuer.

Dauerhafte Schwänzer müssten unter Jugendarrest gestellt werden. Zudem sollte gegen alle Eltern von Kindern, die länger als zehn Tage fehlen, Bußgelder festgesetzt werden. Dass im Senat erwogen wird, die Bußgelder, wie berichtet, auf 5000 Euro anzuheben, begrüßt die CDU.

Im Bezirk Neukölln geht Bildungsstadtrat Wolfgang Schimmang (SPD) bereits einen solchen Weg. Im Kalenderjahr 2008 seien in 187 Fällen Bußgelder in Höhe von insgesamt 47 000 Euro gegen Eltern von Schwänzern verhängt worden. 11 300 Euro habe der Bezirk tatsächlich eingenommen, andere Verfahren seien noch nicht abgeschlossen, sagte Schimmang. 257 Mal sei Bußgeld angedroht worden.

55 Mal sei die "zwangsweise Zuführung" zur Schule durch die Polizei angedroht worden, 15 Mal kam es dazu. Laut Schimmang berichteten Schulleiter, dass solche Zwangsmaßnahmen bei der Hälfte der Schüler und ihrer Familien positive Wirkung zeige. Insgesamt sieht Schimmang eine leichte Besserung der Situation in seinem Bezirk. 2008 seien insgesamt 674 Schulversäumnisanzeigen eingegangen, 300 weniger als 2007. Auch die Zahl der Dauerschwänzer, die von der Polizei zur Schule gebracht wurden, hat sich im Vergleich zu früheren Jahren halbiert. Andere Bezirke gehen aber weniger hart gegen säumige Schüler und Eltern vor.