Der Rest von Silvester: 300 Tonnen Müll

Noch im Dunkeln legen die Männer in Orange los. Mit einem Kehrbesen in der Hand rücken BSR Mitarbeiter am Neujahr kurz nach fünf Uhr den Überresten der Silvesterparty zu Leibe. In Zweier- oder Dreierreihen fegen sie den Müll zu kleinen Haufen zusammen, bevor die Kehrmaschinen die durchweichte Masse in sich aufsaugen. Mehr als 600 Mitarbeiter und 200 Fahrzeuge der BSR sind an diesem Wochenende Berlinweit im Einsatz. "Unter den Linden - da muß es schnell gehen, denn bis zum Start des Neujahrslaufs müssen die Dreckhaufen beseitigt sein", sagt Bernd Müller, Sprecher der BSR. Dennoch konzentriert sich die BSR zunächst auf einige Schwerpunkte. Neben dem Bereich Unter den Linden und dem Alexanderplatz wirbeln die Mitarbeiter der BSR vor allem am Kurfürstendamm sowie am Breitscheidplatz und der Wilmersdorfer Straße. Nach einer ersten Inspektion hofft Müller, daß der Müllberg gegenüber dem Vorjahr etwas kleiner ausfällt. "Rund 200 Tonnen ", schätzt er. Das ist nicht in wenigen Stunden zu beräumen. Probleme bereiten alljährlich den Saubermännern die so genannten Chinaböller, die einen roten Teppich aus Papier und schmierigem Pulver hinterlassen. Indes klagen die Mitarbeiter der Firma Retec über die vielen Glasscherben, die nach dem Ende der Silvesterparty zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule mitten mang der Papier- und Plastikbecher liegen. "Insgesamt 100 Tonnen Müll müssen wir hier entsorgen", sagt Geschäftsführer Oliver Kukuk. Dies sei etwas weniger Müll als im vergangenen Jahr. Bis gestern abend hatten seine Mitarbeiter die 2,6 Kilometer lange Partymeile weitestgehend gereinigt.

plet