Wieder Ärger um Förderung von Fesselsex-Spielen

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur muss sich jetzt intensiver mit den Workshops zu Fesselspielen und anderen Sexualpraktiken im Grenzbereich beschäftigen, als ihr lieb ist. Der CDU-Abgeordnete Karl-Georg Wellmann hat den Senat in einer kleinen Anfrage aufgefordert, die öffentliche Förderung des Projektes "xplore04", das im Dock 11 von Felix Ruckert organisiert wurde, zu rechtfertigen.

Der Choreograf Ruckert hatte für 2003/04 eine Basisförderung von 100 000 Euro von der Senatsverwaltung erhalten. Der Sprecher der Verwaltung, Torsten Wöhlert, bestätigte gestern, dass die Fachjury auch eine Anschlussförderung von 150 000 Euro für die kommenden zwei Jahre befürwortet hat. Der Bescheid durch die Senatsverwaltung sei jedoch noch nicht erteilt, sagt Wöhlert.

Derzeit werde geprüft, ob die Veranstaltung Ende Juli im Sinne der Förderung war. Gestern fand dazu ein Gespräch mit den Mitarbeitern des Tanzstudios Dock 11 statt. Felix Ruckert verteidigt sein Kunstprojekt. "Interaktion mit dem Zuschauer und das Thema Sexualität sind die Schwerpunkte meiner Arbeit", sagt der Künstler. Von der Gesamtförderung habe er 9000 Euro für die Workshops verwendet.

flo