Private Initiative will bedürftigen Schulen helfen

In vielen Berliner Schulen häufen sich bauliche Missstände, es fehlt an Ausstattung und Lehrmaterial. Angesichts leerer öffentlicher Kassen ist mit einer Verbesserung dieser Situation kaum zu rechnen. Eine private und gemeinnützige Initiative will jetzt Abhilfe schaffen. "Bildungslückenfüller", gegründet von Joachim Bartz, selbst Vater dreier Kinder, begreift sich als Spendenplattform für deutsche Schulen. "Bei uns sollen sich sowohl die Schulen mit ihren Bedürfnissen als auch potenzielle Helfer melden. Beide werden dann zusammengebracht", beschreibt Bartz das Konzept. Angesprochen seien Vertreter von Politik und Wirtschaft wie die gesamte Bevölkerung. "Privates Engagement ist nötiger denn je", betont Bartz. Jeder sei aufgefordert, mitzutun, statt nur auf die misslichen Zustände zu schimpfen.

Der Startschuss für die Aktion fiel gestern an der Kepler-Hauptschule in Neukölln. Die Schule gehört zu den ersten zehn Bildungseinrichtungen Berlins und Brandenburgs, die auf der Liste der Hilfsbedürftigen stehen. "Wir brauchen dringend neue Schulbücher, aber auch Tische und Stühle", sagt Rektor Wolfgang Lüdtke.

André Schindler, Vorsitzender des Landeselternausschusses, lobt die private Initiative. "Die Politik darf deshalb aber nicht aus der Verantwortung entlassen werden", fügt er hinzu.

Initiative im Netz

Schulen und Helfer können sich unter www.bildungslueckenfueller.de melden