Polizei

Razzia gegen Alkohol am Steuer: 94 Fahrer gestellt

Bei einem Großeinsatz mit knapp 850 Polizisten hat die Polizei in der Nacht zum Freitag 94 alkoholisierte oder unter Drogen stehende Autofahrer erwischt. An 148 Kontrollstellen in Berlin überprüften 847 Polizisten insgesamt 4896 Fahrzeugführer.

Die 94 ertappten Autofahrer, die zuviel Alkohol oder Drogen konsumiert hatten, sorgten für einen Rekord: Es wurden so viele Verstöße ermittelt wie noch nie in einer vergleichbaren Schwerpunktaktion. Besorgnis erregend sei der hohe Anteil unter Drogeneinfluss stehender Fahrer (56 Fälle). Der höchste Alkoholwert lag bei 2,09 Promille.

Der "härteste" Fall wurde kurz vor Mitternacht in Marzahn aufgedeckt. Eine Zivilstreife hielt einen Wagen mit drei Insassen an. Die Überprüfung ergab nicht nur, dass der 17-jährige Fahrer keinen Führerschein hatte, die Kennzeichen nicht zum Fahrzeug passten und dieses nicht versichert war. Im Koffer- und Innenraum wurden auch diverse Drogen entdeckt, deren Herkunft sich die unter Drogeneinfluss stehenden Insassen angeblich nicht erklären konnten.

Nicht angetrunken, dafür aber beispiellos rücksichtslos waren zwei Autofahrer, die Freitagabend der Polizei ins Netz gingen. Ein 26-jähriger BMW-Fahrer wurde gegen 19 Uhr 50 auf der BAB 113 Richtung Schönefeld durch einen Videowagen der Polizei gefilmt. Statt der erlaubten 80 km/h war der BMW mit 172 km/h unterwegs - 92 km/h zu schnell. Weder Regen bei einer Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt noch Verkehrszeichen konnten den jungen Mann zu einer umsichtigen Fahrweise animieren. Ihn erwarten drei Monate Fahrverbot, vier Punkte und ein Bußgeld in Höhe von 850 Euro. Nicht viel langsamer war eine halbe Stunde später ein 29-jähriger Mann, der mit seinem Volvo mit 153 km/h auf der BAB 113 in Richtung Nord raste.

( /LR )