Zirkus Fliegenpilz: Vorwürfe von Tierschützern

Gegen die Haltung der exotischen Tiere im Schweizer Zirkus Fliegenpilz, der zurzeit am Dahlemer Hüttenweg gastiert, haben der Berliner Tierschutzverein, der BUND Südwest und die Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Jutta Weißbecker, protestiert. Herdentiere wie Elefant und Giraffe würden in "tierquälerischer Einzelhaltung präsentiert", so ihre Kritik. Zudem sei es für diese Tiere, wie auch für Nashorn und Zwergflusspferd, in den Außengehegen erheblich zu kalt.

Auch Zootiere liefen bei diesen Temperaturen draußen herum, hält Zirkusdirektor Bodo Hölscher entgegen. Seine Tiere könnten jederzeit in die beheizten Stallungen zurückkehren, wo sie genau wie im Winterquartier untergebracht sind. Der Vorwurf der Einzelhaltung treffe auf die Giraffe nicht zu, sie lebe unter anderem mit sechs Zebras zusammen, so Hölscher. Der Elefant sei allein, weil der zweite gestorben ist. Die Suche nach Ersatz dauere an. Jeder kann sich am kommenden Sonntag von 10 bis 13 Uhr selbst ein Bild machen. Der Zirkus Fliegenpilz lädt zu einem Tag der offenen Tür ein. Das Gastspiel in Berlin wird bis zum 7. April verlängert.

kla