BVG modernisiert Busflotte

Die Linienbus-Flotte der BVG wird in diesen Tagen um 36 Gelenk-Niederflur-Fahrzeuge erweitert. Gestern stellte das Unternehmen die neuen Citaro-Busse vor, die von Mercedes-Benz in Mannheim gefertigt werden. Die 18 Meter langen Gelenkbusse bieten Platz für 145 Fahrgäste, sind klimatisiert und dank zweier Klapprampen und Absenkvorrichtung auch für Rollstuhlfahrer gut zu benutzen.

Die neuen Busse seien serienmäßig mit vier Videokameras ausgestattet, sagt der neue BVG-Betriebsvorstand Thomas Necker. Angesichts von Vandalismusschäden in Höhe von sechs Millionen Euro jährlich könne hierauf nicht verzichtet werden. "Wer unsere Busse beschädigt, beschädigt uns alle", betont der Vorstand der zu 100 Prozent in Landesbesitz befindlichen BVG. Bislang waren lediglich 50 der insgesamt 1336 BVG-Busse mit Videokameras ausgestattet. Mit deren Hilfe sei es jedoch schon häufig gelungen, Vandalen und andere Straftäter dingfest zu machen, sagt BVG-Busdirektor Johannes Müller. Aufgezeichnet werde jedoch nur im Einzelfall durch den Busfahrer, etwa bei Hinweisen auf Vandalismus oder Handgreiflichkeiten.

Zum Preis der neuen Busse wollte man gestern keine Stellung nehmen. Die schadstoffarmen und mit drei Türen ausgestatteten Citaro-Busse sollen jedoch nach Informationen der Berliner Morgenpost bei knapp 400 000 Euro pro Stück liegen, was in etwa den Kosten eines Doppeldeckers entspricht. Auf jeden Fall könnten durch modernere Fahrzeuge die Betriebskosten gesenkt werden, betonte Technikvorstand Necker. Im Schnitt fährt die BVG ihre neuen Busse acht Jahre lang, bevor sie über Zwischenhändler verkauft werden. Im vergangenen Jahr fanden so etwa 250 ausgemusterte Busse neue Besitzer, überwiegend rollen sie nun in Osteuropa.

ha