"Das Museum ist ein mystischer Ort"

Ein Mann. Ein Gorilla. Ein Fingerzeig. Ein Blick, der alles sagt. Mit Gorilla Bobby wirbt Sänger Max Raabe für die Patenschaftskampagne "Mein Museum für Naturkunde". Keine Zufallsbeziehung: "Ich gebe dem Gorilla zurück, was ich ihm verdanke", sagt Raabe. Einen echten Evergreen nämlich - den 30er-Jahre-Filmschlager "Mein Gorilla hat 'ne Villa im Zoo" von Walter Jurmann. Der Zoo, den der Komponist meinte, steht in Berlin, und der Gorilla war kein anderer als Bobby. "Das hat mir Jurmanns Witwe erzählt", sagt Max Raabe. Die damals vom legendären Hans Albers gesungene Nummer belebt er bei Auftritten mit seinem Palastorchester immer wieder neu, auch heute, beim Standkonzert mit Pianobegleitung im Museum.

Max Raabe hat sein Herz indes nicht allein an den Gorilla verloren. "Ich liebe dieses Museum", sagt er. "Es ist ein mystischer Ort. Die riesigen Skelette, hinter den Kulissen der Geruch nach Bohnerwachs und Spiritus und das Gefühl, dass Jahrmillionen sich auf wenigen Quadratmetern versammeln - es ist eine Mischung aus Schulerinnerung und Kafka-Roman", schwärmt er. Angesichts der Exponate stelle sich die Gewissheit ein, dass der Mensch ein Glied einer langen Kette sei. Das Museum, für Max Raabe ist es ein Ort der Erkenntnis und der Fantasie. "Ich stelle mir vor, dass nachts, wenn alles verschlossen ist, die Viecher wieder anfangen zu leben und mit den Knochen zu klappern", sagt er.

fal