Name "Berliner Currywurst" soll von EU geschützt werden

Den Berliner Fleischern geht es um die Wurst, die Berliner Currywurst. Da wollen sie sich von kulinarischen Trittbrettfahrern nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.

Den Berliner Fleischern geht es um die Wurst, die Berliner Currywurst. Da wollen sie sich von kulinarischen Trittbrettfahrern nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Künftig soll nur noch das besondere Brät - egal mit oder ohne Darm, das in einem der berlinweit etwa 70 Fleischereibetriebe hergestellt wird, als Berliner Currywurst verkauft werden dürfen. "Selbst Altkanzler Gerhard Schröder ist bekennender Fan der Berliner Currywurst, dann sollte es auch wirklich eine aus dieser Stadt sein", sagt die Chefin der Berliner Fleischerinnung, Simone Schiller. Ähnlich wie bei "Spreewaldgurken" oder "Nürnberger Rostbratwürsten" haben die 45 Innungsmitglieder zum Schutz des Berliner Kultwürstchens beim deutschen Patent- und Markenamt einen Antrag auf Eintragung einer geschützten geografischen Angabe gestellt. Später soll das dann auch europaweit erfolgen, was etwa zwei bis drei Jahre dauern dürfte. Allein für den ersten Schritt des Markenschutzes mussten die Innungsfleischer 7000 Euro berappen. Doch bei einem Erfolg des Antrags dürfte sich der finanzielle Einsatz schnell rentieren. Denn Currywurst verbinden die meisten mit der Stadt Berlin, dem Ort, wo sie vor fast 60 Jahren von Herta Heuwer erfunden worden sein soll. Erstmals 1949 verkaufte sie an ihrem Imbissstand an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrich-Straße gebratene Brühwurst mit einer Currysauce nach Geheimrezept.

mas