Architektur

Künstler soll für Schaden am Brunnen zahlen

Der Künstler Wigand Witting muss für die Beseitigung der Mängel am verfallenden Pamukkale-Brunnen im Görlitzer Park aufkommen.

Das Berliner Kammergericht bestätigte gestern ein früheres Urteil des Landgerichts, wonach Witting Schadenersatz an das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zahlen muss. Das Gericht habe auch die Höhe der Forderung von 1,1 Millionen Euro zuzüglich fünf Prozent Zinsen bestätigt, sagt Friedrichshain-Kreuzbergs Bürgermeister Franz Schulz (Grüne). Der übliche Weg sei nun, die Forderung über das Finanzamt durchzusetzen. Dem Gericht lag ein neues Gutachten vor. Es bestätigt die Feststellung einer früheren Studie, wonach der Brunnen aus Steinen gebaut ist, die nicht witterungsbeständig sind. Die rechtliche Auseinandersetzung zwischen Amt und Künstler dauerte seit Jahren an. Der Pamukkale-Brunnen wurde im Sommer 1998 in Betrieb genommen. Er musste nach sechs Wochen stillgelegt werden, weil Schäden auftraten. Seither verfällt das Kunstwerk. Es ist abgesperrt.

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