Nahverkehr

Auch BVG lässt kürzere Züge fahren

Nach der S-Bahn stehen nun auch den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) weniger Wagen für ihre Züge zur Verfügung. Laut BVG-Sprecherin Petra Reetz fahren auf den U-Bahn-Linien des Kleinprofils derzeit kürzere Züge als gewohnt.

Grund dafür sei, dass bei zunächst 28 der insgesamt 80 neu in Dienst gestellten U-Bahnwagen der Baureihe HK die Achsen kontrolliert werden müssen. Bereits bei der Übernahme der ersten Wagen Ende 2006 hatte die BVG festgestellt, dass die Radsatzlager sich als weniger haltbar erwiesen als vom Hersteller Bombardier zugesichert. Der Hersteller würde jetzt die Reparatur als Regressleistung und somit kostenlos für die BVG vornehmen, so Reetz. Die Arbeiten sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.

Bis dahin können auf den Linien U 1, U 2 und U 3 pro Tag etwa 14 Wagen weniger eingesetzt werden. Manche Züge seien deshalb auch im Berufsverkehr um ein bis zwei Wagen kürzer als gewohnt. "Die Züge sind voller, aber nicht überfüllt", so die BVG-Sprecherin. Eine Alternative zu den Checks gebe es nicht, da sie von der Technischen Aufsichtsbehörde vorgeschrieben seien.

Zurzeit fahren auch auf zwei Linien der S-Bahn verkürzte Züge. Auch dort sind außerplanmäßige Kontrollen der Grund dafür. Da die Achsen der insgesamt 1000 Wagen der Baureihe 481 aus ähnlichem Stahl gefertigt wurden wie die beanstandeter ICE-Züge, müssten sie vorsorglich untersucht werden. Wie lange die Einschränkungen auf der S 2 und S 8 noch dauern, konnte ein Bahn-Sprecher nicht sagen.

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