Prominenten-Jury wählt die besten Berlin-Slogans

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Florentine Anders

Die Berliner lassen sich nicht lange bitten, wenn es um einen neuen Slogan für ihre Stadt geht.

Die Berliner lassen sich nicht lange bitten, wenn es um einen neuen Slogan für ihre Stadt geht. Mehr als 800 Vorschläge gingen in der Redaktion der Berliner Morgenpost ein. Jetzt hat eine Jury die schwierige Aufgabe aus den vielen guten Ideen die besten herauszufiltern. Zehn prominente Berliner aus Kultur, Szene und Wirtschaft werden aus einer Vorauswahl von 50 Slogans ihre Top Ten wählen.

Zur Jury gehören Eric Schweitzer, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK), der Unternehmer Peter Dussmann, der Moderator Jörg Thadeusz, Willy Weiland, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes, die Modedesignerin Anna von Griesheim, die Event-Organisatorin Isa Gräfin von Hardenberg, Eva Herlitz, die Initiatorin der Buddy-Bären, Cookie, Chef von Szene-Club "Cookies", Joachim Hunold, Chef von Air Berlin und Stephan Interthal Direktor vom Hotel Adlon.

Die Jurymitglieder prägen nicht nur die Stadt sondern haben auch präzise Vorstellungen in der Frage, welche Stärken Berlins in den Mittelpunkt gerückt werden sollten. Für Peter Dussmann steht die Kulturlandschaft im Vordergrund. "Welche andere Metropole hat schon drei Opernhäuser zu bieten", gibt der Unternehmer und Vorsitzende des Vereins Freunde und Förderer der Staatsoper zu Bedenken.

IHK-Chef Eric Schweitzer glaubt, dass sich Berlin im Wettbewerb um Touristen, Kongresse und Investoren besser positionieren könnte. "Auch wenn Berlin international längst als Weltmetropole gilt und die Berliner mit ganzem Herzen hinter unserer Stadt stehen - gute Imagewerbung, die zeigt wie einzigartig und vielseitig Berlin ist, kann unseren Erfolg nur vergrößern", sagt Schweitzer.

Damit liegt er auf der Linie des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD). Nach einer Werbetour für die Hauptstadt nach New York verkündete er eine neue Kampagne für Berlin. Am 21. Mai beschloss der Senat eine groß angelegte Markenstrategie für die Hauptstadt entwickeln zu lassen. In New York sei Berlin häufig als "City of Change" beschrieben worden, berichtete Wowereit. Und so soll der Arbeitstitel für die neue Marke auch "Berlin - Stadt des Wandels" sein. Ziel ist es, nicht nur Berlin als Wirtschaftsstandort zu vermarkten, sondern auch bei den Berlinern stärkere Identifikation mit ihrer Stadt zu entwickeln.

Doch um die ist es gar nicht so schlecht bestellt. Am Pfingstsonntag hatte die Berliner Morgenpost ihre Leser aufgerufen, sich an der Ideenfindung für einen neuen Slogan zu beteiligen. Seit dem Tag darauf stand das Fax-Gerät kaum noch still. Zusätzlich gingen etliche Briefe, Anrufe und E-Mails ein. Am Sonntag werden die von der Jury gekürten zehn besten Vorschläge veröffentlicht. Dann sind noch einmal die Leser gefragt. Sie sollen aus der Liste ihren Favoriten wählen.