Wohnen

Preiswert ist es nur im unsanierten Altbau

Prächtige Villen, kleine Alleen und ein sanftes Wiesental: Nikolassee liegt mitten in einem Landschaftsschutzgebiet und gilt als eines der schönsten und nobelsten Villenviertel Berlins. Entlang der Rehwiese ist die Architekturgeschichte vereint: Landhäuser, Trutzburgen, klassisch orientierte Baukultur, aber auch schlichtere Ein- und Zweifamilienhäuser.

Das Wohnen in Nikolassee hat seinen Preis: Der Ortsteil im Schnittpunkt von Avus und S-Bahn-Strecke gilt in der Immobilienbranche als sehr gute Wohnlage. Wer Eigentum erwerben will, muss durchaus mit 3000 Euro pro Quadratmeter rechnen. Mieter zahlen im sanierten Altbau etwa zwölf Euro pro Quadratmeter netto kalt, etwa genauso teuer ist das Wohnen in einem Neubau. Nur im unsanierten Altbau kann noch mit moderaten Mieten von etwa sechs Euro gerechnet werden.

Zu Nikolassee gehören auch das frisch sanierte Strandbad Wannsee sowie die nördlich davon gelegene Insel Schwanenwerder. Auf der Insel überwiegen hochherrschaftliche Villen auf sehr großzügigen Grundstücken. Vier Grundstücke mit einer insgesamt 60 000 Quadratmeter großen Fläche, die bis 2002 vom Bezirk für die Kinder- und Jugenderholung genutzt wurden, sollen als Bauland vom Liegenschaftsfonds verkauft werden. Dort könnten mehrere exklusive Villen entstehen.

Nikolassee ist sehr gut an das Verkehrsnetz angeschlossen und leicht mit dem Auto zu erreichen. Der Ortsteil liegt zwischen der B 1, die von Berlin nach Potsdam führt, und der Avus, die in einer Viertelstunde ins Stadtzentrum führt. Aber auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist neben einigen Buslinien hervorragend über die S-Bahn gewährleistet. Gleich zwei S-Bahn-Linien machen am Bahnhof Nikolassee Station: die S 1, die zwischen Wannsee und Oranienburg verkehrt und die S 7 von Ahrensfelde, die bis zum Potsdamer Hauptbahnhof fährt. Beide Linien bringen den Nikolasseer in einer knappen halben Stunde in die City, noch schneller geht es nach Potsdam.