Markenrechte an Ampelfrau beschäftigen die Justiz

Nach dem langwierigen Streit um den Ost-Ampelmann geht es nun vor Gericht um die Ampelfrau.

Nach dem langwierigen Streit um den Ost-Ampelmann geht es nun vor Gericht um die Ampelfrau. Der Fall soll jedoch deutlich schneller geklärt sein. Die 15. Zivilkammer des Berliner Landgerichts will morgen eine Entscheidung verkünden. Prozessgegner sind der Berliner Designer Markus Heckhausen und das Unternehmen Mondos Arts Berlin. Sie streiten um die Markenrechte an der Figur, die nach dem männlichen Vorbild zum beliebten Design- und Souvenirartikel heranwächst.

"Wir wollen grundsätzlich geklärt wissen, wie die Rechte an der Figur sind", erklärte Heckhausen. Der Geschäftsführer der Ampelmann GmbH hatte im November 2006 vom Oberlandesgericht in Dresden einen Großteil der Rechte zur Vermarktung des Ampelmanns zugesprochen bekommen. Damit verlor der sächsische Ingenieur Joachim Roßberg - zu DDR-Zeiten alleiniger Hersteller von Verkehrsampeln - den Rechtsstreit um die Kultfigur. Am aktuellen Streit ist der Geschäftsführer der Zwickauer Verkehrstechnik GmbH indirekt beteiligt: Von ihm stammen Ampelanlagen in Zwickau und Dresden. Zudem gehört die Vertriebsfirma Mondos Arts zu seinen Geschäftspartnern.

Nach Angaben von Heckhausen besitzt sein Unternehmen etwa zwei Drittel der Markenrechte an der Ampelfrau. Sie betreffen Bereiche wie Bekleidung, Taschen oder Souvenirartikel.

dpa