Berliner Verwaltung soll effizienter werden

Berlins Verwaltung soll deutlich effizienter werden. Das ist eines der Ergebnisse der gestrigen Klausurtagung der SPD-Gruppierung "Berliner Mitte", in der sich Abgeordnete und Politiker aus dem Ost-Teil der Stadt und aus Reinickendorf sammeln.

Berlins Verwaltung soll deutlich effizienter werden. Das ist eines der Ergebnisse der gestrigen Klausurtagung der SPD-Gruppierung "Berliner Mitte", in der sich Abgeordnete und Politiker aus dem Ost-Teil der Stadt und aus Reinickendorf sammeln. Sie gehören dem pragmatischen, rechten Flügel der Sozialdemokraten an.

Sascha Braun, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksverordnetenvertretung Reinickendorf, sagte: "Es muss Schluss sein mit dem Kürzen wie mit dem Rasenmäher." Auch SPD-Finanzsenator Thilo Sarrazin, der seine Überlegungen für die nächsten Jahre vorstellte, will eine Effizienzsteigerung der Verwaltung. So sollen beispielsweise die Hilfen zur Erziehung von Kindern und Jugendlichen überprüft werden.

35 000 Euro kostet durchschnittlich die Betreuung eines Problemfalls durch einen Sozialarbeiter. Das ist laut Sarrazin deutlich mehr als in Hamburg.

Die Sozialdemokraten waren sich gestern einig, diese Hilfen zur Erziehung, die insgesamt über 300 Millionen Euro im Haushalt ausmachen, auf ihre Erfolge hin überprüft werden sollen. "Das ist doch das Geld der Steuerzahler. Damit muss man sorgsam umgehen", sagte Braun, der erklärte, dass das System "Mehr hilft mehr" Unsinn sei. Die SPD-Gruppierung wandte sich gegen Überlegungen des Finanzsenators, massiv Personal bei den Bezirken einzusparen. Zwar sollen frei werdende Stellen nicht mehr neu besetzt werden, allerdings soll es darüber hinaus nicht zu weiteren Kürzungen kommen. Finanzsenator Sarrazin hatte in der Vergangenheit nach einem Vergleich der Aufgaben und Organisationen in anderen Kommunen 10 000 der 25 000 Stellen in den Bezirken in Frage gestellt.