Umfrage zu Mobbing in der Verwaltung

"Mobbing in der öffentlichen Verwaltung ist kein Kavaliersdelikt, das müssen auch die Senatoren begreifen", sagt der Grüne Abgeordnete Thomas Birk.

"Mobbing in der öffentlichen Verwaltung ist kein Kavaliersdelikt, das müssen auch die Senatoren begreifen", sagt der Grüne Abgeordnete Thomas Birk. Es könne nicht sein, dass wie im Fall dreier Mobbingopfer im Finanzamt für Fahndung und Strafsachen sowie im Finanzamt Treptow-Köpenick der Finanzsenator nur sarkastische Bemerkungen wie "wer gut bezahlt werde, müsse das auch aushalten" übrig habe.

Mit der Meinung, dass das Thema Mobbing in der öffentlichen Verwaltung nach wie vor ein Tabu-Thema ist, steht Birk nicht allein da. Hauptpersonalrat wie auch die anderen im Abgeordnetenhaus vertretenen Fraktionen sind sich einig, dass hier Handlungsbedarf besteht. Gestritten wird aber über den richtigen Weg. Wie die Grünen in einem Antrag fordern, hält auch der Hauptpersonalrat nicht nur einen Verhaltenskodex in Form einer Dienstvereinbarung, sondern auch eine übergeordnete, unabhängige und professionell besetzte Anlaufstelle für Mobbingopfer sowie Kurse für Führungskräfte für wünschenswert.

Im Senat ist nach Ansicht des Staatsekretärs beim Innensenator, Thomas Härtel, der Sinn einer Dienstvereinbarung und einer Anlaufstelle strittig. Viel mehr sei es wichtig, Ansprechpartner in den Verwaltungen anzubieten und Mitarbeiter und Führungskräfte zu schulen. Zunächst aber würden die Ergebnisse einer von der Senatsinnenverwaltung initiierten Umfrage in den öffentlichen Verwaltungen zum Umgang mit dem Thema Mobbing abgewartet. Auf der nächsten Sitzung des Verwaltungsreformausschusses soll auf Grünen-Antrag eine Beschlussempfehlung für das Abgeordnetenhaus gefasst werden.

schoe