Kölner Unternehmen kauft 1347 Wohnungen der Bewoge

Die Vivacon AG aus Köln hat 1347 Wohnungen von der Bewoge, einem Tochterunternehmen der hoch verschuldeten Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM), erworben.

Die Vivacon AG aus Köln hat 1347 Wohnungen von der Bewoge, einem Tochterunternehmen der hoch verschuldeten Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM), erworben. Die Immobilien gehören zum Streubesitz der Bewoge und befinden sich alle im Westteil der Stadt, größtenteils in Spandau und Tiergarten. WBM-Geschäftsführer Lars Ernst: "Die bisher planmäßig verlaufende Sanierung der WBM-Gruppe wird durch den erfolgreichen Abschluss weiter unterstützt." Die bei Wohnungsverkäufen von städtischen Unternehmen üblichen Mieterschutzklauseln seien im Rahmen des Kaufvertrags berücksichtigt worden und würden eingehalten.

Mit dem Verkauf an die Vivacon, die nach eigenen Angaben Spezialist für die Privatisierung großer Wohnimmobilienportfolios an institutionelle Investoren wie auch Privatanleger ist, konnte die WBM ihr für 2006 vom Senat genehmigte Kontingent von 3000 Wohnungsverkäufen realisieren. Vermutlich wird der anfangs prognostizierte Verkauf von 15 700 Wohnungen, um das mit mehr als einer Milliarde Euro verschuldete Unternehmen zu sanieren, deutlich geringer ausfallen. "Viele Sanierungen greifen jetzt, die Nachfrage nach Immobilien steigt und somit auch der Verkaufserlös", so WBM-Sprecherin Steffi Pianka.

Die WBM befindet sich zu 100 Prozent im Besitz des Landes Berlin. In der Unternehmensgruppe, zu der im Wesentlichen die Gesellschaften Bewoge, WBF, WBMI und die für den Bereich Fremdverwaltung zuständige IHZ gehören, werden rund 40 000 Wohneinheiten in Berlin bewirtschaftet.

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