Ägyptens First Lady in Berlin ausgezeichnet

Im Museum "Haus am Checkpoint Charlie" ist gestern Suzanne Mubarak, Gattin des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak, mit der Dr.

Im Museum "Haus am Checkpoint Charlie" ist gestern Suzanne Mubarak, Gattin des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak, mit der Dr.-Rainer-Hildebrandt-Medaille geehrt worden. Die Auszeichnung, die den Namen des Gründers des Berliner Mauermuseums trägt, wurde aus Anlass des internationalen Tags der Menschenrechte verliehen. Ägyptens First Lady gründete 2003 die "Suzanne Mubarak Internationale Frauenbewegung für den Frieden" und setzt sich seither für die Stärkung von Frauen und Jugendlichen ein.

Die Laudatio hielt der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Die Entscheidung der Jury für Suzanne Mubarak erfülle ihn nicht nur mit Dankbarkeit, sondern sie sei zugleich auch Ermutigung: "Frieden und Freiheit müssen täglich neu erkämpft werden. Nicht mit Waffen, sondern mit dem Wort, mit Gesinnung und Menschlichkeit." Der Einsatz Suzanne Mubaraks würde dem gerecht, was der Namensgeber des Preises, Rainer Hildebrandt, gewollt habe, und sei Zeugnis derselben humanistischen Gesinnung.

Suzanne Mubarak zeigte sich erfreut, die Auszeichnung aus den Händen eines "alten Freundes der Mubarak-Familie und des ägyptischen Volkes" und überdies in Berlin entgegennehmen zu können. "Die Stadt ist immer noch ein Symbol für Hoffnung und Inspiration." Mit Blick auf Hildebrandt bemerkte sie, dass man auf der Welt noch mehr Menschen mit Visionen bräuchte, die sich für den Frieden und den Dialog einsetzten. Ihre Organisation habe mit Frauen aus der ganzen Welt zu tun und habe es sich zu Aufgabe gemacht, deren Sichtbarkeit zu verstärken und ihnen eine Plattform zu geben. "Diese Frauen sind nicht nur Opfer, sie sind auch Friedensaktivistinnen."

2005 wurde die Medaille an den chinesischen Dissidenten und Journalisten Zheng Yichun und postum an den ermordeten israelischen Premierminister Itzhak Rabin erstmals verliehen.

alma