Bußgeld für Rauchen auf U-Bahnhöfen

Die BVG will mit mehr Nachdruck das Rauchverbot in U-Bahn-Stationen durchsetzen. Mit Beginn des neuen Jahres sollen Liebhaber des blauen Dunstes 15 Euro Bußgeld zahlen, wenn sie beim Rauchen auf Bahnsteigen der U-Bahn erwischt werden. Die BVG setzt auf Konsequenz. Nach den Worten von Sprecherin Barbara Mansfield wird ohne Vorwarnung kassiert: Fahrscheinkontrolleure und Sicherheitskräfte fordern fälliges Bußgeld an Ort und Stelle ein. «Wir geben viel Geld für die Reinigung von Gleisen aus», sagte Frau Mansfield.

Auch Schwarzfahrer müssen 2003 tiefer in die Tasche greifen. 40 Euro (statt bislang 30) muss bezahlen, wer ohne gültigen Fahrschein Kontrolleuren oder Sicherheitsleuten in die Arme läuft. Wer seine persönliche Zeitkarte vergessen hat, darf sie zwar auch weiterhin nachträglich vorzeigen. Allerdings wird dabei dann eine Gebühr von sieben Euro (statt bislang fünf) fällig.

Grundlage für die Änderungen ist ein Beschluss des Bundesrates vom 15. Oktober diesen Jahres. Vor zwei Monaten hatte die Länderkammer den Weg für eine Ergänzung der Verordnung über die bundesweit gültigen allgemeinen Beförderungsbedingungen frei gemacht. Bisher durfte die BVG das Qualmen zwar verbieten, doch fehlte die bundesweit einheitliche Bußgeldregelung, um das Fehlverhalten zu ahnden.

Für die Deutsche Bahn und die S-Bahn gilt die Verordnung allerdings nicht. Die Unternehmen dürfen weiter nur ein Reinigungsgeld von 20 Euro erheben, wenn Bedienstete Raucher auf Bahnsteigen ertappen. brun