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Einwandererstadt

Der bunte Norden 150 000 Menschen leben im Ortsteil Neukölln zwischen dem Landwehrkanal im Norden und der Stadtautobahn im Süden. 35 Prozent von ihnen haben einen ausländischen Pass, wobei der Prozentsatz der Menschen mit Migrationshintergrund, aber mit deutscher Staatsangehörigkeit, viel höher liegt. An manchen Schulen im Quartier sind 90 Prozent der Schüler nicht-deutscher Herkunft.

Armes Quartier Das Durchschnittseinkommen in Nord-Neukölln liegt pro Haushalt bei 1351 Euro netto. Die Arbeitslosigkeit im ganzen Bezirk Neukölln liegt bei 18,4 Prozent. Im Norden sind allerdings deutlich mehr Menschen ohne Job. Ein Anzeichen für Armut: Mit 163 Pkw pro 1000 Einwohner weist der Norden des Bezirks eine extrem niedrige Fahrzeugdichte auf.

Neuer Zuzug Neuköllns Norden wird in wenigen Jahren fast ausschließlich durch Einwanderer geprägt sein. Zu den klassischen Gruppen der Türken und Araber kommen inzwischen vermehrt Afrikaner, Menschen vom Balkan und Asiaten. Die billigen, großen Wohnungen locken aber auch junge deutsche Familien in manche Kieze. Die Frage ist, ob sie eines Tages auch ihre Kinder hier einschulen werden.