Bakterien-Gefahr: Im Halensee nicht baden

Im Halensee sind vermehrt Fäkalbakterien gemessen worden. Dort sollte nicht mehr gebadet werden, warnt das Landesamt für Gesundheitsschutz (Lagetsi). Das bedeute grundsätzlich noch keine akute Gesundheitsgefahr, sagt der Sprecher des Amtes, Robert Rath. Kleinen Kindern allerdings, die viel Wasser schlucken, könnte es übel werden, Erbrechen und Durchfall seien weitere Symptome.

Der Halensee ist wieder das erste Berliner Gewässer, dessen Belastung über den Grenzwerten liegt. An allen anderen 45 getesteten Badestellen jedoch sei die Wasserqualität nach wie vor gut bis sehr gut. Schon im vergangenen Jahr wurden im Halensee mehrfach Grenzwerte überschritten. Für die schlechte Wasserqualität gibt es zwei Gründe. Zum einen sind die Badestellen bei gutem Wetter sehr stark frequentiert, weil kaum ein anderer See so zentral liegt. Zum anderen verstärkt die Kessellage die Verunreinigung. Bei jedem Regenguss wird der Oberflächendreck von den Straßen und Uferböschungen in den See gespült.

«Nach dem erwarteten Unwetter muss in allen Gewässern mit vermehrten Bakterien gerechnet werden», sagt Robert Rath. In zwei bis drei Tagen sei das Gleichgewicht aber meist wieder hergestellt. Algen träten bisher nur vereinzelt auf. Eingeschränkte Sichttiefen oder giftige Blaualgen gebe es bisher nicht. Informationen über die Wasserqualität gibt es unter Tel.: 90 21 60 00. flo