Verkehr

Zehn Jahre ICE-Anbindung Berlins gefeiert

Mit einer Sonderzugfahrt hat die Deutsche Bahn gestern das zehnjährige Bestehen der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Hannover gefeiert.

Mit der Eröffnung der 263 Kilometer langen Trasse am 15. September 1998 durch den ICE mit dem Namen "Claus Schenk Graf von Stauffenberg" war die deutsche Hauptstadt erstmals regelmäßig und mit Tempo 250-Verbindungen an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn angeschlossen worden.

Noch vor der deutschen Wiedervereinigung hatten sich die Bundesrepublik und die DDR auf den Bau der Strecke verständigt. An der Premierenfahrt hatte unter anderem der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl teilgenommen.

Seitdem hat die schnelle Verbindung nach Hannover und von dort weiter in die Ballungszentren an Rhein und Ruhr "eine Erfolgsgeschichte" erlebt, wie Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Berlin, gestern sagte. So stieg zwischen 1999 und 2007 die Zahl der Reisenden auf der Strecke von anfänglich knapp 19 000 auf heute mehr als 27 000 am Tag. Deutlich stärker ist die Nachfrage nach Angaben der Bahn noch an Freitagen.

Mit dem Ausbau der Verbindungen sei Berlin mittlerweile "auch geografisch ins Herz Europas gerückt", sagte Leuschel und stellte für die kommenden Jahre weitere Verbesserungen der Schienenanbindung der Hauptstadt in Aussicht.

Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) unterstrich die Bedeutung der Hochgeschwindigkeitsstrecken für den Wirtschaftsstandort Berlin. Die Eröffnung der Trasse vor zehn Jahren sei ein "Meilenstein" für die inzwischen boomende Tourismusbranche der Stadt gewesen.