Sicherheit

Videotechnik: Kottbusser Tor wird Testbahnhof

Die BVG plant gemeinsam mit der Polizei den U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg zum Versuchsbahnhof für verschiedene Formen der Videoüberwachung zu machen. "Noch handelt es sich um eine grobe Idee", sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz gestern.

Weder gebe es einen Termin noch wisse man, was das Projekt kostet.

"Ziel aber ist es, zu testen, welche Videotechnik sich am besten zur Überwachung der U-Bahnhöfe eignet." Dabei spielten unterschiedliche Anforderungen eine Rolle. "So interessiert die Polizei in erster Linie die Strafverfolgung von Tätern, uns dagegen liegt die Sicherheit von Mitarbeitern und Fahrgästen am Herz", so Reetz. Auch müssten die Kosten im Rahmen bleiben und Datenschutzbelange berücksichtigt werden.

Bei dem Versuch sollen auch bewegliche Kameras und Technik, die es durch biometrische Verfahren ermöglicht, Gesichter zu erkennen, getestet werden. Geplant ist, nicht nur die Bahnsteige, sondern den gesamten Bahnhof videotechnisch zu überwachen. Die Kosten für den Versuch könnten sich nach Auskunft der BVG zu je einem Drittel die BVG, die Polizei und die Industrie, die die Technik herstellt, teilen. "Die Beteiligung der Firmen ist bislang aber nur eine Grundidee", sagte BVG-Sprecherin Reetz.

Der U-Bahnhof Kottbusser Tor, wo sich die Linien U 1 und U 8 kreuzen, ist Drogenumschlagplatz und nicht ungefährlich. Bereits jetzt schon werden die 170 U-Bahnhöfe in Berlin mit Kameras zur Gewaltprävention und Aufklärung von Straftaten überwacht. Die Kameras aber sind vorwiegend nur auf den Bahnsteigen installiert. Die Bilder werden nach 24 Stunden automatisch gelöscht, es sei denn die Polizei hat sie zur Aufklärung einer Straftat abgefragt.