Eindrücke der Stars im "Berliner Pflaster"

Berlin hat seit gestern seinen eigenen Walk of Fame. Wie auf dem berühmten Hollywood-Boulevard kommen Stars künftig auch an der Friedrichstraße zu der zeitlosen Ehre, mit Handabdruck und Unterschriftzug im "Berliner Pflaster" verewigt zu werden. Initiiert wurde das Denkmal in Beton vom Friedrichstadtpalast, der damit an Künstler erinnern will, die die Geschichte des Hauses mitgeprägt haben.

Da der Name Walk of Fame aber schon von Hollywood geschützt ist, rief der Friedrichstadtpalast seine Fans auf, bei der Namensgebung mitzuhelfen. "Unzählige Ideen gingen bei uns ein", sagt Geschäftsführer Guido Herrmann. "Wir haben uns schließlich für den Namen "Berliner Pflaster' entschieden. Weil er sich anhört wie einer der Spitznamen, die die Berliner den Plätzen geben, die sie mögen."

Die ersten sechs Bodenplatten können nun am Friedrichstadtpalast vor dem Eingang zum "Quatsch Comedy Club" bewundert werden. Per Handabdruck wurde zum Beispiel der Kostüm- und Bühnenbildner Wolf Leder geehrt, der dabei war, als die Platten gestern von Guido Herrmann, Intendant Alexander Iljinskij und Mittes Bezirksbürgermeister Joachim Zeller enthüllt wurden. "Das ist eine große Ehre für mich, hier verewigt zu werden", sagte der 96-jährige Leder.

Auch Ute Lempers Hände sind schon im Beton zu sehen und die von Show-Legende Caterina Valente.

Wer sich künftig verewigen darf, das entscheidet eine Jury aus Theaterintendanten und Mitgliedern des Freundeskreises des Friedrichstadtpalastes. Dem Gremium gehört auch Zeller an. Übrigens: Auch bereits verstorbene Größen, so die frühere Ballettdirektorin Irene Mann, der einstige Intendant Wolfgang E. Struck und Helga "Henne" Hahnemann, bleiben unvergessen - mit einer Platte mit Namenszug.