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152 338 neue Hüftgelenke implantiert

Hüftgelenke In der Bundesrepublik sind 2007 in hiesigen Krankenhäusern bei 152 338 Bürgern erstmals Hüftgelenk-Prothesen eingesetzt worden. Das geht aus den aktuellen Erhebungen der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) hervor. Im Jahr zuvor gab es 146 634 sogenannte Erstimplantationen von Hüft-Prothesen. Die Patienten waren im Schnitt 14 Tage in der Klinik.

Kniegelenke Vergleichbar viele Knie-Gelenke werden in Deutschland eingesetzt. So wurden laut BQS im Jahr 2007 insgesamt 136 262 künstliche Kniegelenke implantiert. Im Jahr zuvor waren es noch 125 322. Auch nach diesem Eingriff blieben die Patienten im Durchschnitt etwa 14 Tage im Klinikkrankenbett.

BQS Ziel der BQS ist es, Qualität im Gesundheitswesen sichtbar zu machen - zum Wohle der Patienten. Das Zentrum bereitet Daten wie die Häufigkeit von Operationen und die Dauer der Klinikaufenthalte auf. Diese Angaben wurden zuvor von den Krankenhäusern dokumentiert.

Prothesenregister Für mehr Transparenz und Sicherheit beim Einsatz von künstlichen Gelenken könnte ein Prothesenregister sorgen. Die Einführung eines solchen Registers wird derzeit vom Gemeinsamen Bundesausschuss geprüft. Dieser Ausschuss ist das oberste Beschlussgremium der Ärzte, Kliniken und Krankenkassen in Deutschland. Er legt den Leistungskatalog für 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherte fest. Mit Hilfe einer zentralen Dokumentation könnten alle Prothesen, die im Körper verbleiben, erfasst werden. Die Hoffnung: Fehlerhafte Produkte und Behandlungsfehler werden früher erkannt. Allerdings gibt es bereits Vorschriften zur Medizinproduktesicherheit: Hersteller und Betreiber von Medizinprodukten müssen Mängel beim Bonner Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) melden.