SPD

Simulationen statt Tierversuche

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft richtet am 7. Oktober ein Symposium über Alternativen zu Tierversuchen aus. In-vitro- und computersimulierte Ansätze gelten heute bereits als kostengünstiger als Tierversuche.

Einen Förderpreis für die Entwicklung entsprechender Methoden wird es aber nicht geben.

Denn Bund und Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützen bereits Alternativen zu Tierversuchen. Mit Mitteln der Europäischen Union wurde an der Freien Universität ein Trainingslabor für alternative Testverfahren aufgebaut. Wissenschaftler haben seit 2005 sechs Kurse besucht.

Der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz kritisiert, dass Tierversuche in Berlin seit Jahren zunehmen: 349 000 Fälle waren es in 2007. Das waren rund zwölf Prozent aller Tierversuche in Deutschland. Zur Grundlagenforschung und Erprobung von Heilmitteln sollen sie unerlässlich sein. Gleichwohl kommt die studentische Ausbildung an der Charité-Universitätsmedizin und dem Fachbereich Biologie, Chemie, Pharmazie der FU ohne Tierversuche aus.

Buchholz zeigte sich "positiv überrascht" über die Unterstützung tierversuchsfreier Ansätze und fordert den Wandel Berlins zum Kompetenzzentrum für tierversuchsfreie Forschung.

( tal )