Demonstration

Mehr Erzieher in Schulen und Kitas gefordert

Eltern und Pädagogen protestieren heute gegen den Erziehernotstand an den Grundschulen. Die Bildungsgewerkschaft GEW hat zu einer Kundgebung um 16.30 Uhr vor der Bildungsverwaltung in der Beuthstraße in Mitte aufgerufen.

Es zeichne sich schon jetzt ab, dass zu Beginn des neuen Schuljahres mehrere Hundert Erzieher fehlen werden, heißt es in dem Aufruf. So seien allein in Neukölln 78 nötige Stellen nicht besetzt, in Mitte seien es 60 und in Friedrichshain-Kreuzberg 56 fehlende Erzieher.

Die GEW fordert, alle befristet beschäftigte Erzieher unbefristet einzustellen. Zudem müssten die 200 Erzieher eingestellt werden, die die Bildungsverwaltung zur Verstärkung der Schulanfangsphase versprochen hat.

Ebenfalls für mehr Erzieher setzt sich das Kita-Bündnis ein, das morgen Nachmittag vor dem Roten Rathaus einen Aktionstag veranstaltet. Das anspruchsvolle Bildungsprogramm könne mit der derzeitigen Personalausstattung an den Kindertagesstätten nicht umgesetzt werden, so das Bündnis. Darin vertreten sind alle Eigenbetriebe der kommunalen Kitas sowie die Dachverbände der freien Träger und der Landeselternausschuss. Auf der Kundgebung ab 16.30 Uhr wird eine Bilanz zwei Jahre nach der Einführung des Berliner Bildungsprogramms an den Kitas gezogen. Zu den Referenten gehört auch Christa Preissing, Mitautorin des Programms.

Der Aktionstag gilt gleichzeitig als Abschlussveranstaltung für die Initiative "Volksbegehren Kita", die sich für einen besseren Betreuungsschlüssel einsetzt. Die nötigen 20 000 Unterschriften, um das Volksbegehren zu beantragen, sind nach Angaben der Initiative bereits zusammengetragen.