Kehraus an Neujahr: 600 Tonnen Müll

Schon wenige Stunden nach dem Jahreswechsel haben die Putzkolonnen gestern früh mit dem Kehraus begonnen. Seit 5 Uhr befreiten rund 600 Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) zentrale Plätze in der City und Gehwege an Hauptstraßen in den Bezirken vom Silvestermüll.

Am Alexanderplatz, Potsdamer Platz oder in der Neuköllner Karl-Marx-Straße wurden die Überbleibsel der Silvesterfeier per Hand eingesammelt. Im vergangenen Jahr waren am Neujahrsmorgen mehr als 600 Tonnen Abfall entsorgt worden. Laut BSR-Sprecher Bernd Müller sei diesmal mit der selben Menge zu rechnen.

Für die Aufräumarbeiten auf der 2,5 Kilometer langen Partymeile an der Straße des 17. Juni sowie Unter den Linden, wo etwa eine Million Menschen ins neue Jahr feierten, war die BSR dagegen nicht zuständig. Die Veranstalter hatten sich erstmals einen privaten Partner gesucht - offenbar eine gute Entscheidung. Bereits gegen Mittag waren der Bereich zwischen Hotel Adlon und Brandenburger Tor sowie große Teile der Partymeile weitgehend vom Müll befreit. In den nächsten Tagen sollen auch die anderen Quartiere der Stadt nach BSR-Angaben «so zügig wie möglich» gesäubert werden. Der Einsatz der großen Kehrmaschinen hänge aber auch vom Wetter ab.

In den abgelegenen Wohnstraßen wie etwa am Tempelhofer Bayernring lagen gestern noch tausende Böllerreste und leere Sektflaschen auf den Gehwegen und Straßen. Nicht viel anders sah es in den dicht bewohnten Gebieten in Neukölln, Wedding und Moabit aus. Dort lagen stapelweise Reste roter Chinaböller und leer gebrannter Raketen. Im Vorjahr hatte die Beseitigung des Mülls mehr als eine Woche gedauert. west/cc