To-do-Liste gegen Trump

Michael Moore rät den USA: Diese 5 Dinge müsst Ihr heute tun

Es ist der Tag nach Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten. Michael Moore will, dass die Amerikaner sofort handeln. Folgendermaßen.

Tausende Trump-Gegner gehen auf die Straße. Michael Moore hat andere Vorschläge. Er empfiehlt den Amerikanern fünf Sofortmaßnahmen

Tausende Trump-Gegner gehen auf die Straße. Michael Moore hat andere Vorschläge. Er empfiehlt den Amerikanern fünf Sofortmaßnahmen

Foto: Tolga Akmen / picture alliance / ZUMAPRESS.com/picture alliance

Michael Moore hat - wie die „Simpsons“ - den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl korrekt vorhergesagt. Nun hat Donald Trump also gewonnen. Ein entsetzlicher Gedanke für den amerikanischen Filmemacher, Buchautor, Aktivist und Satiriker. Also verordnet er den Amerikanern ein Sofortprogramm - als Reaktion für „den Morgen danach“. Es sind fünf Dinge, die all jene Amerikaner nun tun sollen, die nicht mit einer Trump-Präsidentschaft einverstanden sind. Moore postete die Liste bei Facebook - sie ging sofort viral. Er rief die Amerikaner dazu auf, möglichst schon bis zum Mittag die folgenden Dinge zu tun:

Michael Moores „Am Morgen danach“-To-Do-Liste

1. Übernehmt die Demokratische Partei und gebt sie dem Volk zurück. Sie haben uns maßlos enttäuscht.

2. Feuert alle Kritiker, Vorhersager, Demoskopen und alle anderen in den Medien, die starr an ihrer Auffassung festgehalten haben und nicht zuhören oder erkennen wollten, was in Wahrheit auf uns zukam. Dieselben Leute sagen uns jetzt aus ihrem Elfenbeinturm, wir sollten „den Graben überwinden“ und „zusammenkommen“. Sie werden uns in den kommenden Tagen noch mehr Gewäsch in dieser Richtung erzählen. Blendet das aus.

3. Jeder Demokrat im Kongress, der nicht heute morgen aufgewacht ist und sofort bereit war gegen die Republikaner zu kämpfen, Widerstand zu leisten und sie mit einer Nachhaltigkeit zu behindern wie die Republikaner ganze acht Jahre lang gegen Barack Obama gearbeitet haben, muss abtreten und den Weg freimachen für jene von uns, die wissen, wie sie den Kampf aufnehmen können - um die Bosheit und den Irrsinn zu stoppen, der jetzt bevorsteht.

4. Alle müssen damit aufhören, immerzu zu erzählen, sie seien „erstaunt“ oder „schockiert“. Was Ihr in Wahrheit damit meint, ist: Ihr ward in eurer eigenen Blase gefangen und habt nicht auf eure Mitbürger und ihre Verzweiflung geachtet. JAHRE der Missachtung durch beide Parteien hat Wut und Rachegelüste gegen das System bei diesen Menschen wachsen lassen.

Dann kam ein Fernsehstar daher. Und sie mochten seinen Plan, beide Parteien zu zerstören und ihnen zu sagen: „Ihr seid gefeuert!“ Trumps Sieg ist keine Überraschung. Der Mann war nie eine Witzfigur. Ihn so zu behandeln, hat ihn nur stärker gemacht. Er ist sowohl eine Figur wie auch ein Geschöpf der Medien. Und die werden das nie eingestehen.

5. Ihr müsst folgenden Satz zu jedem sagen, den Ihr heute trefft. „Hillary Clinton hat die meisten Stimmen bekommen!“ Die MEHRHEIT unserer amerikanischen Mitbürger hat Hillary Clinton also Donald Trump vorgezogen. Punkt. Fakt.

Wenn Ihr heute morgen aufgewacht seid und dachtet, Ihr lebt in einem völlig abgefuckten Land: Nein, das tut Ihr nicht! Die Mehrheit Eurer amerikanischen Mitbürger wollte Hillary, nicht Trump. Der einzige Grund, warum er trotzdem Präsident wird, ist ein seltsames, verrücktes Wahlsystem aus dem 18. Jahrhundert, das die Wahl nach Wahlmännern aus den Bundesstaaten entscheiden lässt. So lange wir das nicht ändern, werden wir auch weiterhin Präsidenten bekommen, die wir nicht gewählt haben und nicht haben wollten.

Ihr lebt in einem Land, in dem die Mehrheit der Bürger sagt, dass sie davon ausgehen, dass es den Klimawandel gibt, dass sie finden, dass Männer und Frauen gleichwertig bezahlt werden sollten. Sie wollen jungen Menschen eine College-Erziehung ohne Verschuldung ermöglichen. Sie wollen nicht, dass wir militärisch in Länder einfallen. Sie wollen einen höheren Mindestlohn und sie wollen ein einheitliches, für alle verbindliches Gesundheitssystem. Nichts davon hat sich geändert. Wir leben in einem Land, in dem die Mehrheit dieser „liberalen“ Ansichten ist. Es fehlt uns nur an einer liberalen Führung, die das in die Tat umsetzt. (Siehe Punkt 1).

Dazu schreibt Moore noch den Aufruf: "Lasst uns versuchen, all das bis zum Mittag zu schaffen."