US-Wahl

Ku-Klux-Klan spricht sich für Trump als Präsidenten aus

Trump ist bekannt für seine verachtenden Äußerungen gegenüber Ausländern. Vom rassistischen Ku-Klux-Klan distanziert er sich jetzt.

Die 1865 gegründete rassistische Gruppierung Ku-Klux-Klan, die unter anderem Weiße als Mitglieder der privilegierten Rasse ansieht, befürwortet Donald Trumps mögliche Wahl zum US-Präsidenten.

Die 1865 gegründete rassistische Gruppierung Ku-Klux-Klan, die unter anderem Weiße als Mitglieder der privilegierten Rasse ansieht, befürwortet Donald Trumps mögliche Wahl zum US-Präsidenten.

Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press

Washington.  Die rassistische Gruppe Ku-Klux-Klan hat eine Empfehlung für Trump als US-Präsidenten abgegeben. Auf der Titelseite ihrer bekannten Zeitung „The Crusader“ ist auf der Titelseite ein Artikel abgedruckt, der mit einem Foto von Trump bebildert ist. Überschrieben ist er mit dem Wahlslogan des Milliardärs: „Make America Great Again.“

„Während Trump Amerika wieder großartig machen will, müssen wir uns fragen ‘Was hat Amerika wirklich groß gemacht?’“, fragt Thomas Robb, Autor des Textes. „Die Antwort ist einfach. Amerika war nicht groß durch das, was unsere Vorfahren gemacht haben – sondern durch das, was sie waren.“

Trump distanziert sich von dem Artikel

Tweet von Billy Gee

Amerika sei als „weiße, christliche Republik“ groß geworden, schreibt Robb weiter, der den Leitspruch von Trump für sich auszunutzen weiß, um seine rassistische Weltanschauung zu verbreiten. Der US-Präsidentschaftskandidat selbst scheint von dem Artikel gar nicht begeistert zu sein, berichtet die „Washington Post“. „Mr. Trump und sein Wahlkampfteam prangern jede Art von Hass an“, heißt es in einem Statement.

Anfang des Jahres hatte sich das noch anders angehört. Als im Februar Gegner und Anhänger der 1865 gegründeten rassistischen Vereinigung aneinander gerieten, sagte Trump in der CNN-Talkshow „State of the Union“, dass er den Ku-Klux-Klan nicht verurteilen wolle, weil er von der Gruppe nichts wisse. Trump sagte, er müsse sich erst einmal darüber schlau machen.

Ku-Klux-Klan dementiert Wahlempfehlung

Wie die „Washington Post“ weiter berichtet, will Autor Thomas Robb seinen Artikel nicht als Wahlempfehlung für Trump verstanden wissen. Er drücke lediglich Sympathie für die Kampagne des Republikaners aus, sagte er. „Insgesamt mögen wir seine nationalistischen Sichtweisen und seine Wörter darüber, dass er die Grenze für illegale Ausländer schließen will.“