Pandemie

Corona-Hilfen: Das plant Wirtschaftsminister Habeck 2022

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Jochen Gaugele und Tobias Kisling
Habeck warnt vor "dramatischem" Fachkräftemangel

Habeck warnt vor dramatischem Fachkräftemangel

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat in seiner Regierungserklärung vor immensen Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft beim Personal gewarnt.

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Die Bundesregierung hat seit Beginn der Pandemie rund 128 Milliarden Euro an Firmen gezahlt. Weitere Wirtschaftshilfen sind in Planung.

Berlin.  Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat eine Verlängerung der Corona-Hilfen in Aussicht gestellt. „Ich hoffe, dass wir Ende März in einer anderen Situation sind. Sollte es aber nötig sein, die Hilfen erneut zu verlängern, um das Überleben hart betroffener Betriebe zu sichern, dann werden wir in der Bundesregierung die Gelder hierfür bereitstellen“, sagte der Grünen-Politiker unserer Redaktion.

Die aktuellen Hilfen seien gut angelaufen. Erste Teilzahlungen – sogenannte Abschlagszahlungen – flössen seit dem 18. Januar und seien auf den Konten der Betroffenen angekommen.

Seit 7. Januar wurden 4370 Anträge auf Überbrückungshilfe IV mit einem Volumen von rund 222 Millionen Euro gestellt, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Dazu kommen 28.847 Anträge auf Neustarthilfe mit einem Fördervolumen von 130 Millionen Euro.

Wirtschaftsministerium erleichtert Zugang zu Hilfen

Bei der Neustarthilfe handelt es sich um ein Programm für Soloselbstständige. Etwa die Hälfte aller Anträge kommt aus drei Bundesländern: Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen. Über die Hälfte der Antragssumme stammt aus den Branchen Gastronomie und Hotellerie.

Habecks Haus hat den Zugang zu Hilfen erleichtert. Firmen können Überbrückungshilfe IV im Januar und Februar auch dann beanspruchen, wenn sie vorübergehend schließen. Umsatzeinbrüche werden anerkannt, wenn die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs wegen der Corona-Beschränkungen unwirtschaftlich wäre. „Dann können diese Unternehmen bei Vorliegen eines Umsatzeinbruchs von mindestens 30 Prozent Überbrückungshilfe IV erhalten“, heißt es aus dem Ministerium.

Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante sei eine neue Belastungsprobe für viele Firmen und ihre Beschäftigten, stellte Habeck fest. „Wir greifen mit den Corona-Wirtschaftshilfen daher weiter unterstützend unter die Arme.“

Insgesamt hat der Bund seit Pandemiebeginn rund 128 Milliarden Euro an Hilfen gezahlt. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Frage der AfD-Fraktion hervor. Das Schreiben liegt unserer Redaktion vor. Demnach wurden rund 62,12 Milliarden an Sofort- und Überbrückungshilfen geleistet. 65,97 Milliarden Euro flossen als Kredite.

( gau/tki )