Ausweis

Fingerabdruck wird im Personalausweis verpflichtend

Der Fingerabdruck im Personalausweis wird ab kommendem Jahr zur Pflicht. Änderungen gibt es auch für Passfotos und Geschlechtsangaben.

Personalausweise werden teurer ab 2021

um gut 30 Prozent steigen die Gebühren für einen neuen Personalausweis ab kommendem Jahr. Dafür fallen Zusatzgebühren weg. Grund sind steigende Kosten.

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Berlin. 
  • In neuen Personalausweisen wird der Fingerabdruck integriert
  • Auch Passfotos für den Ausweis müssen nun bestimmte Standards erfüllen
  • Wir erklären, was sich 2021 mit dem Ausweisdokument ändert

Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat mehrere Änderungen für den Personalausweis beschlossen und damit europäisches Recht umgesetzt. So müssen neue Personalausweise ab dem August 2021 zwei elektronisch gespeicherte Fingerabdrücke des Inhabers enthalten. Bislang war die Angabe der eigenen Fingerabdrücke freiwillig.

Personalausweis: Ab 2025 nur noch digitale Bilder zulässig

Neuerungen wird es auch für Passbilder geben. Ab Mai 2025 muss das Bild immer digital erstellt und auf sicherem Wege an die Passbehörde übermittelt werden. Wenn das nicht möglich ist, soll ein solches biometrisches Passfoto auch in der Behörde gemacht werden können.

Gedruckte Fotos oder nicht biometrische Aufnahmen vom Fotografen kann man dann nicht mehr nutzen. Viele Fotografen bieten allerdings auch an, biometrische Passfotos anzufertigen. Der Vorschlag, dass nur die Behörden aus Sicherheitsgründen die Lichtbilder vor Ort anfertigen dürfen, wurde verworfen .

Die biometrischen Fotos sollen den Ausweis fälschungssicherer machen. Der Bundestag erwähnt diesbezüglich explizit die Bedrohung durch die sogenannte Morphing-Technologie . Dabei werden zwei Fotos zu einem verschmolzen. Wird ein Personalausweis von den Behörden mit einem solchen Foto ausgestellt, könnte er theoretisch von zwei Personen genutzt werden.

Personalausweis bekommt neue Angabe zum Geschlecht

Neben den erhöhten Sicherheitsvorkehrungen gibt es in Zukunft auch eine neue Angabe zum Geschlecht auf dem Personalausweis. Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen, können künftig ein „X“ Eintragen lassen. Diese Änderung könnte noch in diesem Jahr in Kraft treten.

Wer sich bei den deutschen Behörden als divers oder ohne Geschlecht hat registrieren lassen, soll dennoch im Pass auch weiterhin an der bisherigen Geschlechtsangabe festhalten können. Das soll dem Schutz vor möglicher Diskriminierung beim Grenzübertritt dienen.

Zudem behalten Kinderreisepässe statt bislang sechs Jahren künftig nur noch ein Jahr ihre Gültigkeit , allerdings mit der Möglichkeit von Verlängerungen um jeweils ein Jahr. Biometrietaugliche Pässe bleiben hingegen weiterhin sechs Jahre gültig. (dpa/afp/jas)

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