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Linke: Kipping und Riexinger wollen nicht mehr kandidieren

Die Führungsebene der Linkspartei wird sich künftig verändern. Katja Kipping steht für den Parteivorsitz nicht mehr zur Verfügung.

Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Partei Die Linke wird nicht erneut für den Parteivorsitz kandidieren.

Katja Kipping, Bundesvorsitzende der Partei Die Linke wird nicht erneut für den Parteivorsitz kandidieren.

Foto: Peter Endig / dpa

Berlin. Nach der Linken-Chefin Katja Kipping hat auch ihr Co-Vorsitzender Bernd Riexinger angekündigt, im Oktober nicht wieder für den Spitzenposten zu kandidieren. Das gab der 64-Jährige am Samstag in einer schriftlichen Erklärung an die Parteigremien bekannt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Auch Kipping will beim nächsten Bundesparteitag ihrer Partei im Oktober nicht erneut als Parteivorsitzende der Linken antreten, wie sie zuvor mitteilte. Entsprechende Medienberichte wurden am Freitag vom Berliner Karl-Liebknecht-Haus offiziell bestätigt. Kipping steht seit 2012 gemeinsam mit Bernd Riexinger an der Spitze der Linkspartei.

Kipping stand acht Jahre an der Parteispitze. Ihren Rückzug machte die 42-Jährige in einem Brief an ihre Parteikolleginnen und -kollegen bekannt, wie die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus Parteikreisen erfuhr. Es sei an der Zeit, nach dem Bundesparteitag im Herbst etwas Neues zu beginnen, schrieb Kipping demnach, ohne ihre Pläne konkreter zu benennen.

Linke-Parteitag wurde wegen Corona verschoben

Auf einem Parteitag am 31. Oktober soll die Führung neu gewählt werden. Am Samstag und Sonntag tagt der Bundesvorstand der Linken, dort wollen sich beide Vorsitzenden äußern.

Die Satzung der Linkspartei sieht eigentlich vor, dass nach acht Jahren ein Wechsel stattfinden soll. Ursprünglich sollte der Parteitag mit den Vorstandswahlen im Juni stattfinden, er wurde wegen der Corona-Pandemie aber verschoben.

(dpa/afp/ba)

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