Terrorismus

Messerangreiferin von Hannover vermutlich vom IS beauftragt

Im Februar attackierte in Hannover eine Schülerin einen Polizisten mit einem Messer. Laut Medienbericht handelte sie im Auftrag des IS.

Ein IS-Kämpfer in der syrischen Stadt Raqua. Offenbar wurde die mutmaßliche Messerstecherin von Hannover von IS-Mitgliedern aus Syrien beauftragt.

Ein IS-Kämpfer in der syrischen Stadt Raqua. Offenbar wurde die mutmaßliche Messerstecherin von Hannover von IS-Mitgliedern aus Syrien beauftragt.

Foto: Stringer / REUTERS

Berlin.  Die Messerattacke der 15-jährigen Safia S. in Hannover wurde offenbar vom „Islamischen Staat“ (IS) in Auftrag gegeben. Dies habe die Auswertung der Chatprotokolle der Schülerin ergeben, berichten NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“.

Demnach habe die Schülerin einem Glaubensbruder in Hannover geschrieben, dass sie bei einem Aufenthalt in der Türkei mit „Angestellten“ der IS-Führung in Verbindung gestanden habe. Sie habe nach Syrien reisen willen, die IS-Mitglieder hätten sie jedoch aufgefordert, zurück nach Deutschland zu gehen, um eine „Überraschung für die Ungläubigen“ zu machen.

Erster IS-Anschlag in Deutschland?

Ende Februar hatte Safia S. einen Bundespolizisten am Hauptbahnhof von Hannover niedergestochen, als dieser zusammen mit einem Kollegen die Schülerin kontrollierte. Der Beamte war schwer verletzt worden. Safia S. hatte zunächst behauptet, spontan zugestochen zu haben. Allerdings fand die Polizei neben der Tatwaffe ein weiteres Messer.

Zudem ist die Schülerin seit Jahren aktiv in der salafistischen Szene und hatte Kontakt zum IS. Die Bundesanwaltschaft hatte daher Ermittlungen gegen Safia S. wegen des Verdachts der „Unterstützung einer terroristischen Vereinigung“ eingeleitet. Laut NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ prüften die Sicherheitsbehörden nun, ob die Attacke der erste vom IS in Auftrag gegebene Terroranschlag in Deutschland war. (she)