Krebserkrankung

Sendung voller Hoffnung: Als Westerwelle bei Jauch saß

Es war ein Auftritt, der erschreckte und zugleich Hoffnung weckte. Sehen Sie hier noch einmal Guido Westerwelle bei Günter Jauch.

Guido Westerwelle am 8. November in der ARD-Talksendung „Günther Jauch“ zum Thema „Schockdiagnose Krebs“.

Guido Westerwelle am 8. November in der ARD-Talksendung „Günther Jauch“ zum Thema „Schockdiagnose Krebs“.

Foto: Karlheinz Schindler / dpa

Berlin.  Es war sein erstes langes Interview in der Öffentlichkeit nach seiner schweren Erkrankung – und ein Auftritt, der in Erinnerung bleiben wird. Am 8. November 2015 saß Guido Westerwelle in der Sendung von Günter Jauch – und sprach offen über seine Leukämieerkrankung.

Er zögerte lange auf die Eingangsfrage „Wie geht es Ihnen heute“? Wellenbewegungen seien das, mal besser, mal schlechter. „Wenn ich an die Ängste denke, die ich gehabt habe vor einem Jahr, und heute hier bei Ihnen sein kann, können Sie sich vorstellen, dass es mir sehr gut geht.“ Er war voller Hoffnung. Die Probleme beim Sprechen seien nichts Schlimmes, das seien Abstoßungsreaktionen, Folgen der Transplantation. „Das ist aber alles hinzukriegen.“

Einige Tage später saß er auch noch bei Markus Lanz, danach verschlechterte sich sein Zustand deutlich. Es war leider nicht alles hinzukriegen.

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrierte nach Westerwelles Auftritten eine Vielzahl von Anfragen nach Test-Sets. Sprecherin Julia Ringe berichtete von rund 4600 Anforderungen in kurzer Zeit. Unserer Zeitung sagte sie, es gehe aber nicht nur um neue mögliche Spender, sondern auch um die Wirkung auf Kranke. DKMS-Sprecherin Ringe nach der Sendung: „Ich finde es toll, wie er als Mutmacher aufgetreten ist.“ Für viele Patienten seien Westerwelles Schilderungen sehr wichtig gewesen. (law)