Gedenken

Merkel spricht bei Staatsakt für Helmut Schmidt im Michel

Helmut Schmidt hatte detaillierte Wünsche hinterlassen. Wie Bürger an der Trauerfeier teilnehmen können, ist noch nicht geklärt.

Letzte Grüße an den verstorbenen Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt vor dem Hamburger Rathaus.

Letzte Grüße an den verstorbenen Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt vor dem Hamburger Rathaus.

Foto: Christian Charisius / dpa

Hamburg.  Hamburgs Wahrzeichen kann sich zur Trauerfeier für Helmut Schmidt rüsten. Der von Bundespräsident Joachim Gauck angeordnete Staatsakt für den im Alter von 96 Jahren verstorbenen Altkanzler wird nach Informationen des Hamburger Abendblattsin der Hauptkirche St. Michaelis stattfinden. Auch der Termin steht schon fest: Der Staatsakt soll am Montag, 23. November, stattfinden. Das gab das Bundes­innenministerium am Donnerstagabend bekannt.

Auch die Trauerfeier für die vor fünf Jahren verstorbene Loki Schmidt war im Michel abgehalten worden. „Wir gehen davon aus, dass die Trauerfeier in Hamburg stattfinden wird. Das war der Wunsch von Helmut Schmidt, und das ist auch unser“, hatte Senatssprecher Sebastian Schaffer am Donnerstag gesagt.

Militärisches Zeremoniell vor dem Michel

Es gilt als wahrscheinlich, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Trauerrede für ihren Vorgänger halten wird. Außerdem wird Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) zu den rund 2000 Trauergästen sprechen. Ob es weitere Redner geben wird, ist derzeit noch offen. Ebenfalls nicht geklärt ist, ob, und wenn ja, wie die Bevölkerung Gelegenheit erhält, an der rund einstündigen Trauerfeier teilzunehmen.

Bewegende Videos - so trauern die Hamburger

An die Gedenkstunde schließt sich ein rund viertelstündiges militärisches Zeremoniell mit Musik vor dem Michel an. Dabei soll der Sarg auf einem Katafalk an einer Ehrenformation der Bundeswehr vorbeigeführt werden. Den Abschluss bildet ein Empfang mit rund 1000 Gästen im Rathaus. Auch am Donnerstag bildete sich eine lange Reihe geduldig Wartender vor dem Rathaus, die sich in das Kondolenzbuch eintragen wollten. Rund 2000 Bürger haben das bislang getan. (pum/ccj)