Köln

Henriette Reker will Wahl zur Oberbürgermeisterin annehmen

Wann Henriette Reker ihr Amt antreten kann, ist weiter offen. Für die Anerkennung der Wahl will sie den formalen Weg wählen.

Die Parteilose Henriette Reker war am Tag vor der Wahl in Köln angegriffen und schwer verletzt worden.

Die Parteilose Henriette Reker war am Tag vor der Wahl in Köln angegriffen und schwer verletzt worden.

Foto: Oliver Berg / dpa

Köln.  Der Wahlsieg von Henriette Reker (parteilos) als neue Oberbürgermeisterin von Köln ist amtlich. Doch die 58-Jährige befindet sich nach der Messer-Attacke vom vergangenen Samstag – einen Tag vor der Wahl – noch immer auf der Intensivstation. Nach Informationen der Zeitung „Express“ soll Reker zum Ausdruck gebracht haben, dass sie die Wahl zur Oberbürgermeisterin annehmen will.

Wann sie jedoch ihr Amt antreten kann, ist weiter offen und vom Heilungsprozess abhängig. Aus dem künstlichen Koma ist Reker mittlerweile erwacht. Die Genesung verlaufe „erfreulich und positiv“, heißt es von Seiten der Ärzte.

Wahl innerhalb von sieben Tagen anerkennen

Offiziell hat Reker sieben Tage nach Zustellung der Benachrichtigung über die Wahl und die „Aufforderung zur Erklärung der Annahme der Wahl“ Zeit, ihr Amt anzuerkennen. Lässt sie diese Frist verstreichen, gilt die Wahl automatisch als angenommen. Wie der „Express“ weiter berichtet, wolle Reker allerdings den formalen Weg wählen und die Erklärung unterzeichnen.

Nachfolge von Jürgen Roters

Reker, die bislang Sozialdezernentin der Stadt war, tritt die Nachfolge von Jürgen Roters (SPD) an. Der 66-Jährige war sechs Jahren lang Kölner Oberbürgermeister. Am Mittwoch übernahm Stadtdirektor Guido Kahlen bis zu Rekers Amtsantritt ihre Aufgaben. Dabei wird er von den Bezirksbürgermeistern unterstützt.

Der Täter, der Reker an einem Wahlstand angegriffen und auch Mitarbeiter des Wahlkampfteams verletzt hatte, war noch am Tatort festgenommen worden. Er hatte nach Erkenntnissen des NRW-Verfassungsschutzes in der Vergangenheit Verbindungen in die rechtsextreme Szene. Die Generalbundesanwaltschaft ermittelt.