Neue Panne

Bundeswehr zieht Gefechtshelme aus dem Verkehr

Neue Ausrüstungspanne bei der Bundeswehr: Nach dem Standardgewehr G36 gibt es nach einer internen Prüfung auch Mängel bei den Helmen der Soldaten. Nun sollen die Gefechtshelme ausgetauscht werden.

Foto: Franz Peter Tschauner / dpa/dpaweb

Neue Ausrüstungspanne bei der Bundeswehr: Ein Teil der Gefechtshelme muss wegen einer mangelhaften Schraube zur Befestigung am Kopf aus dem Verkehr gezogen werden. Das Verteidigungsministerium teilte am Dienstag mit, dass die Schraube nicht ausreichend gegen Splitter geschützt sei.

Um eine mögliche Gefährdung der Soldaten im Einsatz auszuschließen, würden die Helme dort zuerst ausgetauscht. „Danach erfolgt auch der Austausch aller betroffenen Gefechtshelme für den Grundbetrieb im Inland“, heißt es in der Mitteilung. Nach einem Bericht des verteidigungspolitischen Blogs „Augen geradeaus!“ stammen die defekten Helme vom spanischen Hersteller Induyco.

Erst im April hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erklärt, dass das Bundeswehr-Standardgewehr G36 wegen Präzisionsprobleme keine Zukunft bei der Truppe habe. Erste Hinweise auf die Probleme gab es schon 2010. Bereits im März 2012 wurden sie von der Rüstungsabteilung des Ministeriums als „erheblicher Mangel“ von „erheblicher Einsatzrelevanz“ eingestuft.

Derzeit prüft das Bundesverteidigungsministerium den Vorwurf der Vetternwirtschaft zwischen eigenen Mitarbeitern und dem G36-Hersteller Heckler & Koch.