Edathy-Affäre

Berlins CDU-Generalsekretär greift Oppermann an

Die Union sinnt im Zusammenhang mit der Edathy-Affäre nach dem Rücktritt von Minister Hans-Peter Friedrich auf Rache. Auch Berliner Politiker haben Fragen an SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann.

Führende Berliner CDU-Politiker äußern Zweifel daran, dass SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann die Affäre Edathy übersteht. „Der Verdacht der Anstiftung zum Verrat von Amtsgeheimnissen wiegt schwer. Auch stellt sich die Frage, ob Herr Oppermann durch Indiskretionen die strafrechtliche Ahndung von Delikten im Bereich von Kinderpornografie verhindert hat“, sagte Berlins CDU-Generalsekretär, der Bundestagsabgeordnete Kai Wegner, der Berliner Morgenpost.

Wegner forderte: „Herr Oppermann muss jetzt alles unternehmen, um die im Raume stehenden Vorwürfe umfassend zu entkräften. Wenn ihm dies nicht gelingt, kann das nicht ohne Konsequenzen bleiben.“

Auch der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann forderte: „Thomas Oppermann muss den Verdacht ausräumen, dass er selbst oder einer seiner Mittelsmänner Edathy gewarnt haben. Mal angenommen, das gelingt ihm, was schwer genug ist - dann hat er immer noch das Problem des entstandenen Vertrauensverlusts. Mir fehlt im Augenblick die Vorstellung, wie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der CDU-Minister mit dem SPD-Fraktionschef vor diesem Hintergrund noch möglich sein soll. Man muss sich auf dieser hohen politischen Ebene einfach aufeinander verlassen können, auch wenn man unterschiedlichen Parteien angehört.“