Verkehrssicherheit

Regierung erhöht Strafen für Handy-Telefonieren am Steuer

Handy am Ohr beim Autofahren wird künftig deutlich teurer. Das Bußgeld soll auf 70 Euro steigen, obendrauf gibt es einen Punkt.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Wer künftig beim Autofahren mit dem Handy am Ohr erwischt wird, muss mit einem deutlich höheren Bußgeld und einem Punkt in der Verkehrssünderkartei rechnen. „Wir haben Erkenntnisse, dass Handytelefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung zunimmt“, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Montag in Berlin. Darauf müsse man reagieren. „Deswegen werden wir im zukünftigen Punkteraster Handytelefonieren mit einem Punkt ahnden und zusätzlich die Bußgeldgrenze raufsetzen“, sagte er weiter.

Der Sprecher bestätigte damit grundsätzlich einen Bericht der „Bild“-Zeitung vom Wochenende. Das Blatt hatte unter Berufung auf den Entwurf eines neuen Bußgeldkatalogs berichtet, dass Autofahrer, die mit dem Handy am Steuer erwischt werden, bald 70 statt wie bisher 40 Euro Strafe bezahlen müssen.

Der Sprecher sagte, der Bußgeldkatalog solle „im Sinne der Verkehrssicherheit“ verändert werden. Schließlich hätten sich die Verstöße von 288.000 im Jahr 2005 auf 450.000 im vergangenen Jahr erhöht. Höhere Bußgelder seien daher „keine Abzocke“.

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