Ökostrom-Abgabe

Verbraucher müssen für Energiewende kräftig zuzahlen

Die sogenannte Ökostromumlage steigt kräftig. Ein Durchschnittshaushalt muss im kommenden Jahr 60 Euro mehr zahlen.

Foto: Matthias Rietschel / dapd

Die Verbraucher in Deutschland müssen im kommenden Jahr deutlich mehr für die Förderung des Ökostroms berappen. Die EEG-Umlage steige auf rund 5,3 Cent je Kilowattstunde von bislang rund 3,6 Cent, teilten die vier Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW am Montag mit. Das sind 47 Prozent mehr als bisher. Netzbetreiber bestätigten damit Meldungen aus der vergangenen Woche.

Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden muss demnach für die Förderung der Energie aus Sonne, Wind und Wasser rund 185 Euro zahlen. Das sind rund 60 Euro mehr als bislang.

Der Ökostrom wird den Produzenten zu garantierten Preisen abgenommen, die über den Markttarifen liegen. Die Differenz wird über die EEG-Umlage von den Verbrauchern bezahlt. Den Übertragungsnetzbetreibern zufolge müssen 2013 mehr als 20 Milliarden Euro auf die Stromkunden umgelegt werden. Darin sei ein Nachholbetrag von knapp 2,6 Millarden Euro enthalten, da den Betreibern von Ökostromanlagen in den ersten neun Monaten dieses Jahres knapp 2,6 Milliarden Euro Förderung mehr gezahlt worden seien als im Vorjahr prognostiziert.