EZB-Kritik

Horst Seehofer distanziert sich von Alexander Dobrindt

CSU-General Dobrint hatten den EZB-Chef Draghi als „Falschmünzer” bezeichnet. Dafür bekommt Dobrint nun einen Rüffel seines Chefs.

CSU-Chef Horst Seehofer hat sich von der umstrittenen EZB-Kritik von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt distanziert, der Notenbankchef Mario Draghi als „Falschmünzer“ tituliert hatte.

Seehofer sagte der „Bild“-Zeitung: „Ich denke, er wird diesen Begriff nicht wiederholen.“ Zugleich beteuert Seehofer die Unterstützung der CSU für Kanzlerin Angela Merkel und deren „erfolgreichen Politik der Euro-Stabilisierung“.

Den Druck auf Griechenland wolle Seehofer dennoch weiterhin hoch halten. Es dürfe keine „Schuldenunion” in Europa geben. Er sagte der Zeitung: „Diejenigen, die Hilfe erfahren, müssen die Ursachen der Hilfsbedürftigkeit beseitigen.”

Wegen der Streitigkeiten in der Bundesregierung strebt Seehofer einen Koalitionsausschuss im Herbst an, um offene Fragen zu klären.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ermunterte die Kanzlerin, angesichts der Streitereien mit CSU-Politikern über die Schuldenkrise von ihrer Richtliniengewalt Gebrauch zu machen. Der „Leipziger Volkszeitung“ sagte Haseloff: „Es ist die originäre Aufgabe der Bundeskanzlerin, mit ihrer Richtlinienkompetenz dafür zu sorgen, dass die Koalitionspartner eine Politik vertreten, die Deutschland außenpolitisch nicht beschädigt.“

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