Interne Probleme

Weisband kritisiert Mobbing und Sexismus bei Piraten

Deutschlands bekannteste Piratin Marina Weisband fordert ihre Partei auf, interne Probleme wie Mobbing und Chauvinismus anzugehen.

Die Piratenpartei muss nach Ansicht der gerade als politische Geschäftsführerin ausgeschiedenen Marina Weisband interne Probleme mit Mobbing und Chauvinismus angehen. „Wir dürfen das nicht relativieren und uns damit abfinden“, sagte Weisband am Freitag „Zeit Online“. Gegen sexistische Äußerungen in den Parteiforen müsse man sich wehren. Weisband kritisierte auch den mitunter rauen Umgangston bei den Piraten: „Das schreckt nicht nur Frauen oft ab, sondern auch schüchterne Männer und generell Personen ohne dickes Fell.“ Ziel der Piraten müsse aber sein, „die Zugänglichkeit von Politik zu erhöhen“.

Eine von den Medien Gehypte

Weisband war beim Piraten-Parteitag am vergangenen Wochenende als politische Geschäftsführerin ausgeschieden. Zu ihrem Nachfolger wurde der Berliner Johannes Ponader gewählt. Sie sei nach ihrem Jahr an der Spitze „erschöpft und ausgezehrt“, sagte die 24-Jährige „Zeit Online“.

Sie ist in Talkshows das attraktive Gesicht der Piraten, sieht sich aber nicht als Star. Sie habe sich nie als „Star der Piraten“ gesehen, sondern als „von den Medien gehypte Person“. Innerhalb der Piraten existiere kein Machtgefälle, in der Partei werde sie „ganz normal gegrüßt und geknuddelt“.

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