Jetzt auch Klaus Ernst

Linkspartei redet Lafontaines Comeback herbei

Nach Gysi wünscht sich auch Linken-Chef Ernst ein bundespolitisches Comeback von Oskar Lafontaine in der Führungsriege der Linkspartei. Alles scheint vorbereitet.

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Der Chef der Linkspartei Klaus Ernst spricht Oskar Lafontaine eine führende Rolle in der Partei zu. „Ich habe mir immer gewünscht, dass Oskar Lafontaine wieder fit wird. Jetzt freue ich mich, dass er sich wieder ganz vorn für die Partei engagiert“, sagte Ernst dem „Hamburger Abendblatt“.

Auch bei einem Comeback des saarländischen Linke-Fraktionschefs in der Bundespolitik lehnt der linke Flügel der SPD aber eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei strikt ab.

Ernst Dieter Rossmann, Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD-Bundestagfraktion, sagte der Zeitung: „Lafontaine ist die tragisch-traurige Gestalt der deutschen Politik. Sein ewiges Wiedergängertum macht die Linke erst recht nicht regierungsfähig.“

Dafür brauche es vor allen Dingen kooperative Positionen und verlässliche Praxis in der Außen-, Sicherheits- und Europapolitik, sagte Rossmann.

Vor kurzem erst hatte auch Linksfraktionschef Gregor Gysi für Oskar Lafontaine eine Führungsrolle im Bundestag vorgeschlagen . Auch Bodo Ramelow und Gesine Lötzsch hatten sich bereits ähnlich geäußert .