Bundeshaushalt

Bund macht weniger Schulden als erwartet

Finanzminister Wolfgang Schäuble drückt die Nettokreditaufnahme für das kommende Jahr auf weniger als 20 Milliarden Euro. Ein Grund dafür sind die konstant hohen Steuereinnahmen.

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Der Bund muss dank der günstigen Konjunktur- und Beschäftigungsentwicklung in diesem Jahr weniger neue Schulden machen als bisher erwartet. Die Neuverschuldung werde 2011 aller Voraussicht nach unter 20 Milliarden Euro liegen, erklärten die haushaltspolitischen Sprecher der Koalition, Norbert Barthle (CDU) und Otto Fricke (FDP).

Zuletzt war für dieses Jahr mit einer Nettokreditaufnahme von 22 Milliarden Euro gerechnet worden. Ursprünglich waren sogar 48,4 Milliarden Euro an neuen Schulden veranschlagt.

Einer der Gründe sind weniger Zuschüsse an die Bundesagentur für Arbeit. Hinzu kämen Steuereinnahmen auf weiterhin stabil hohem Niveau. Die endgültigen Haushaltszahlen für dieses Jahr werden Ende Januar erwartet.

Für 2012 hat Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Neuverschuldung von 26,1 Milliarden Euro veranschlagt. Die schwarz-gelbe Koalition strebt für das kommende Jahr aber an, wie schon 2010 und 2011 am Ende deutlich unter der Planzahl zu bleiben.