21. Jahrestag der Wiedervereinigung

Deutsche feiern Tag der Einheit in Bonn

Mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Festakt wird in Bonn der 21. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung gefeiert. An den beiden zentralen Veranstaltungen nehmen die Spitzen von Staat, Parteien und Gesellschaft teil.

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Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben am Montag in Bonn die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit begonnen. An dem Festgottesdienst in der evangelischen Kreuzkirche nahmen bei scharfen Sicherheitsvorkehrungen die Spitzen von Staat, Parteien und Gesellschaft teil. Darunter waren Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU).

Nach dem Gottesdienst ist am Mittag ein Festakt im früheren Plenarsaal des Bundestags geplant. Die Festrede hält in diesem Jahr kein Politiker, sondern der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle.

Das Fest zum 21. Jahrestag der Wiedervereinigung wird gemeinsam mit dem 65. Gründungstag Nordrhein-Westfalens bereits seit Samstag gefeiert. Hunderttausende Menschen drängten sich bisher auf der Festmeile, wo sich die 16 Bundesländer, Bundesbehörden, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt selbst präsentieren.

Die vier am Samstag festgenommenen mutmaßliche Islamisten wurden unterdessen wieder auf freien Fuß gesetzt. Es bestehe derzeit keine aktuelle Gefährdung für das Deutschlandfest, hieß es von der Polizei. Die Polizei hatte zunächst erklärt, die Männer hätten eine „schwere staatsgefährdende Straftat“ vorbereitet und sich illegal Schusswaffen verschafft. Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Ermittler jedoch keine Waffen oder gefährlichen Gegenstände. Drei der Verdächtigen waren im Umkreis von Bonn festgenommen worden, der vierte im hessischen Offenbach.