Bundeswehr

Kabinett verlängert Anti-Pirateneinsatz "Atalanta"

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch grünes Licht für eine einjährige Verlängerung des Anti-Piraten-Einsatzes der Bundeswehr am Horn von Afrika gegeben. Damit können sich wie bisher bis zu 1.400 Soldaten an der europäischen Seemission beteiligen.

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Die Bundeswehr soll sich ein weiteres Jahr am Kampf gegen Piraten vor der ostafrikanischen Küste sowie am Anti-Terror-Einsatz im Mittelmeer beteiligen. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine Verlängerung der beiden Mandate mit bis zu 2100 deutschen Soldaten. Diese Entscheidung muss allerdings noch vom Bundestag bestätigt werden.

Die EU-geführte Anti-Piraten-Mission „Atalanta“ ist momentan der drittgrößte Auslandseinsatz der Bundeswehr. Derzeit bekämpfen rund 560 deutsche Soldaten die Piraterie am Horn von Afrika und im Indischen Ozean, die Obergrenze von maximal 1400 Einsatzkräften soll unangetastet bleiben.

Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von einem wichtigen Beitrag zu Versorgung der hungernden Menschen in Somalia. Seit Beginn der Mission im Jahr 2008 hätten mehr als 100 Schiffe mit über 700.000 Tonnen Nahrungsmitteln sicher ihre somalischen Zielhäfen erreicht.

Die Anti-Terror-Operation „Active Endeavour“ war kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschlossen worden. Derzeit beteiligt sich die Bundeswehr nach Seiberts Worten mit etwa 210 Soldaten an der Überwachung des Seeverkehrs im Mittelmeer. Die Obergrenze von 700 Bundeswehr-Soldaten soll sich ebenfalls nicht ändern.