Deutschlandtrend

Rot-Grün erreicht nur noch 46 Prozent

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Sowohl Schwarz-Gelb als auch Rot-Grün haben derzeit keine Regierungsmehrheit. Die Piraten bleiben trotz Verlusten die Spielverderber.

Das Ansehen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei den Bürgern hat sich in den vergangenen Wochen verbessert. 57 Prozent der Bürger sind mit ihrer Arbeit zufrieden, neun Prozentpunkte mehr als im Vormonat, ergab der neue ARD-„Deutschlandtrend“.

Nach Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) mit 61 Prozent Zustimmung und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mit 58 Prozent liegt Merkel auf Platz drei der Rangliste. Es folgen SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit je 56 Prozent.

Ein Duell gegen Steinmeier würde Merkel gewinnen

Auch in der Frage der Kanzlerdirektwahl kann die Amtsinhaberin punkten. Ein Duell gegen Steinmeier würde Merkel mit 47 zu 38 Prozent gewinnen. Im Vergleich zum August legte die CDU-Chefin um sieben Punkte zu, Steinmeier büßte acht Punkte ein. Gegen Steinbrück unterläge Merkel knapp mit 42 zu 45 Prozent. Dabei gewann Merkel vier Punkte, Steinbrück büßte einen Punkt ein.

Gespalten beurteilen die Deutschen die gemeinsamen Auftritte Steinbrücks mit Alt-Kanzler Helmut Schmidt. Dass sich Steinbrück von Schmidt dabei als geeigneten Kanzlerkandidaten bewerben lässt, finden 50 Prozent angemessen, 45 Prozent aber nicht.

Mehr Zuspruch für die großen Parteien

In der Sonntagsfragen konnten beide großen Parteien zulegen. Die Union erhöhte ihren Zustimmungswert um Punkte auf 34 Prozent. Die SPD gewann einen Punkt auf 31 Prozent hinzu. Die FDP stieg von drei auf vier Prozent. Die Grünen verloren hingegen zwei Punkte und kommen derzeit auf 15 Prozent.

Die Linke würde unverändert auf sechs Prozent der Stimmen kommen. Sieben Prozent der Deutschen würden die Piratenpartei wählen, das ist ein Punkt weniger.

Die beiden politischen Lager Schwarz-Gelb und Rot-Grün haben derzeit jedoch keine Regierungsmehrheit. Rot-Grün liegt derzeit nur noch bei 46 Prozent

Für die Sonntagsfrage wurden von Montag bis Mittwoch 1502 Wahlberechtigte befragt. Weitere Antworten beruhen auf der Befragung von 1002 Bürgern am Montag und Dienstag.

( Reuters/dapd/mcz )